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Altersvorsorge 2020: Die wesentlichsten Elemente

Die Reform der Altersvorsorge, die der Bundesrat in die Vernehmlassung geschickt hat, folgt dem primären Ziel das Leistungsniveau der 1. und 2. Säule zu sichern.

Die verschiedenen Reaktionen und Voten von Parteien, Verbänden und Interessengruppen zeigen, dass für viel Diskussionsstoff gesorgt ist.

Nachfolgend geben wir Ihnen eine kurze Übersicht über die Kernelemente der Altersvorsorge 2020 und zeigen Ihnen den ambitionierten Zeitplan für die Umsetzung auf.
Die Kernelemente der Reform:

Referenzalter 65 in beiden Säulen

Das Referenzalter (ordentliches Pensionsalter) liegt für Männer und Frauen bei
65 Jahren. Das Rentenalter der Frauen wird innerhalb von 6 Jahren von heute 64 auf 65 erhöht (pro Jahr um 2 Monate)

Flexible Pensionierung ermöglichen
    -    Vorzeitige Pensionierung soll in beiden Säulen ab Alter 62 möglich sein
        (vorzeitige Pensionierung in der Pensionskasse ab Alter 58 ist grundsätzlich
        nicht mehr möglich)
    -    Teilbezug der Renten (gleitende Pensionierung) soll ermöglicht werden
        (zwischen 20 und 80% bei entsprechender Reduktion der Erwerbstätigkeit)
    -    Aufschub der Pensionierung bis Alter 70 möglich

Mindestumwandlungssatz in der obligatorischen beruflichen Vorsorge anpassen
Der Mindestumwandlungssatz in der obligatorischen beruflichen Vorsorge soll der längeren Lebenserwartung und den tieferen Renditen angepasst werden.
Er sinkt innerhalb von 4 Jahren schrittweise von heute 6.8% auf 6.0%.
Damit das Leistungsniveau gehalten werden kann, ist geplant die Altersgutschriften der Versicherten zu erhöhen und den Koordinationsabzug zu senken.

Überschussverteilung, Aufsicht und Transparenz

Die Mindestquote für die Versicherten aus dem Versicherungsgeschäft soll von heute 90% auf 92% oder 94% erhöht werden.
Die Offenlegungsbestimmungen für Versicherungsgesellschaften sollen verbessert werden und die Transparenzanforderungen für Sammelstiftungen und Gemeinschaftseinrichtungen sollen angepasst werden.

Leistungen und Beiträge an die gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen
z.B. durch Herabsetzung der Eintrittsschwelle in der beruflichen Vorsorge.

Selbständigerwerbende und Arbeitnehmer in der AHV gleich behandeln
Die Beitragssätze für Selbständigerwerbende und Arbeitnehmer werden vereinheitlicht.

Finanzierungslücke in der AHV mit Mehrwertsteuern statt mit Leistungsabbau überbrücken

Erhöhung um maximal 2 Prozentpunkte: Erste Erhöhung um einen Prozentpunkt soll bei Inkrafttreten erfolgen. Eine zweite erst dann, wenn es die finanzielle Lage der AHV erfordert.

Liquidität der AHV in schlechten Zeiten schützen
Wenn der AHV-Ausgleichsfonds unter 70% einer Jahresausgabe fällt, muss der Bundesrat dem Parlament Gegenmassnahmen vorschlagen.

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